Häufige Fragen

Häufige Fragen zu unseren 3D Druckern

Antworten auf die häufigsten Fragen zu unseren 3D Druckern, Materialien und dem Mietmodell. Falls Ihre Frage hier nicht beantwortet wird — sprechen Sie uns an.

Allgemein

Was unterscheidet Meltingplot von anderen 3D Drucker Herstellern?

Als familiengeführtes Unternehmen entwickeln und fertigen wir unsere FFF 3D Drucker vollständig in Deutschland (Kiel) — Konstruktion, Elektronik, Firmware und Endmontage. Zusätzlich gestalten wir die Maschinensteuerung RepRapFirmware aktiv mit (in Kooperation mit Duet3D) und haben mit PA6 CF HT ein eigenes Kohlefaser-verstärktes Hochleistungsfilament entwickelt. Unsere Geräte sind auf Großformat und Hochleistungsmaterialien spezialisiert. → Was macht einen industriellen 3D Drucker aus?

Seit wann gibt es Meltingplot?

Meltingplot wurde im Winter 2020 in Kiel gegründet. Seitdem haben wir vier Druckermodelle auf den Markt gebracht.

Kann ich einen Drucker vor dem Kauf testen?

Ja. Wir bieten einen kostenlosen Testdruck an — senden Sie uns Ihre CAD-Datei (STEP, STL, 3MF oder OBJ) über unser Kontaktformular und wir drucken Ihr Bauteil als Referenz. Alternativ können Sie über das Mietmodell ab 3 Monaten einen Drucker im eigenen Betrieb testen.

Werden Projekte vertraulich behandelt?

Ja, selbstverständlich. Alle Anfragen, Testdrucke und Projektdetails werden vertraulich behandelt. Auf Wunsch schließen wir eine Geheimhaltungsvereinbarung (NDA) ab.


CHX 350

Welche Materialien kann der CHX 350 verarbeiten?

Der CHX 350 verarbeitet das gesamte Spektrum thermoplastischer Filamente: PLA, PETG, ABS, ASA, PP (modifiziert für 3D-Druck, PP natur ist ungeeignet), PA6, PA6 CF, PC, PPS CF und PEKK. Hochleistungsmaterialien wie PPS CF und PEKK erfordern die optionale aktive Kammerheizung. Details finden Sie auf unserer Materialien-Seite.

Welche Düsengrößen werden unterstützt?

Wechselbare Düsen von 0,4 bis 1,2 mm. Die Schichthöhe liegt je nach Düse zwischen 0,2 und 0,8 mm. Sowohl 1,75 mm als auch 2,85 mm Filamentdurchmesser werden unterstützt (druckkopfabhängig).

Was ist der geschlossene Regelkreis?

Der CHX 350 verwendet 14-Bit-Achssensoren mit 16.384 Schritten, die Positionsabweichungen der Achsen in Echtzeit erfassen und korrigieren. Das reduziert Fehldrucke um bis zu 5× im Vergleich zu offenen Steuerungen — besonders relevant bei langen Druckaufträgen und hohen Geschwindigkeiten.

Brauche ich einen Starkstromanschluss?

Nein. Der CHX 350 arbeitet mit 2,9 kW an einer normalen einphasigen 230V-Steckdose. Kein Elektriker erforderlich.

Wie genau druckt der CHX 350?

Die Positionierauflösung beträgt 0,003 mm (X/Y) bzw. 0,001 mm (Z). Die erreichbare Bauteiltoleranz liegt bei ±0,2 mm oder ±0,0015 mm/mm in X/Y/U und -/+ Schichthöhe in Z. Die tatsächliche Genauigkeit hängt von Material, Geometrie und Druckparametern ab.

Kann der CHX 350 unbeaufsichtigt drucken?

Ja. Der Filamentsensor mit Längenmessung erkennt Filamentende, Unter- und Überextrusion automatisch. Bei Problemen pausiert der Drucker und versucht eine automatische Wiederaufnahme. Die integrierte Kamera ermöglicht Fernüberwachung über die browserbasierte Bedienoberfläche oder SimplyPrint.


Mietmodell & Kauf

Wie funktioniert das Mietmodell?

Sie mieten den CHX 350 ab 1.190 €/Monat (bei 12 Monaten Laufzeit). Die Mindestlaufzeit beträgt 3 Monate. Im Mietpreis sind Wartung, Kundendienst und ein SLA mit garantierten Druckstunden (Basis 80 %) enthalten — inklusive Gerätetausch bei Defekt. Höhere SLA-Stufen (90 % und 99 %) sind optional zubuchbar.

Welche Kündigungsfristen gelten beim Mietmodell?

Die Kündigungsfrist beträgt je nach Mietmodell 1 bis 4 Monate. Betreiber eines 3D-Druckzentrums (ab 10 Geräte) können oberhalb dieser Schwelle einzelne Geräte zu den vereinbarten Fristen flexibel kündigen. Bei Unterschreitung von 10 Geräten entfällt der Druckzentrum-Status und damit der Zugang zu den entsprechenden Konditionen.

Was ist Mietkauf?

Nach mindestens 12 Monaten Mietzeit können Sie das Gerät kaufen. Dabei werden 70 % der bisherigen Mietkosten auf den Kaufpreis angerechnet. Der Restkaufpreis beträgt mindestens 10.000 €.

Warum gibt es kein SLA für Kaufgeräte?

Ein SLA mit garantierten Druckstunden setzt voraus, dass wir den Gerätezustand kontrollieren und bei Bedarf einen Gerätetausch durchführen können. Bei Mietgeräten ist das möglich — bei Kaufgeräten, deren Zustand wir nicht kennen, können wir diese Garantie nicht geben.

Was beinhalten die SLA-Stufen?

Basis (80 %, inklusive): 202 h/Monat garantiert, Reparatur und Gerätetausch, Mietgutschrift bei Nichteinhaltung. Erweitert (90 %, +190 €/Mo): 227 h/Monat, Verschleißteilpaket, präventive Fernwartung über SimplyPrint. Premium (99 %, +490 €/Mo): 249 h/Monat, bevorzugter Kundendienst, Ersatzgerät bei Reparatur über 24 Stunden.

Gibt es Mengenrabatt bei mehreren Druckern?

Ja. Ab 10 Geräten bieten wir Flottenrabatte von bis zu 35 % — als Staffelpreis beim Kauf oder als Mietstaffel. Für ein individuelles Flottenangebot nutzen Sie bitte unser Kontaktformular.


Material & Druck

Was ist PA6 CF HT?

PA6 CF HT ist unser Kohlefaser-verstärktes Nylon-Filament (Kohlefaser 3D Druck) mit 170 MPa Zugfestigkeit, 15 GPa Steifigkeit und einer Wärmeformbeständigkeit von 200 °C (HDT A, nach Annealing). Es wurde aus eigenem Bedarf heraus entwickelt und ist auf unsere Drucker abgestimmt.

Was ist Annealing und warum ist es bei PA6 CF HT wichtig?

Annealing (Tempern) ist eine thermische Nachbehandlung. PA6 CF HT erreicht seine volle Härte und Temperaturbeständigkeit erst nach diesem Prozess. Ablauf: Kammer auf 70°C vorheizen, Teil einlegen (1 h pro mm Wandstärke), dann auf 110°C erhöhen (erneut 1 h pro mm), Kammer ausschalten und erst unter 50°C entnehmen. Die Temperaturen müssen präzise eingehalten werden. Im unbehandelten Zustand zeigt das Material eine erhöhte Kriechneigung unter Dauerbelastung. Details auf der Materialien-Seite.

Brauche ich die optionale Kammerheizung?

Für Standardmaterialien (PLA, PETG, PP) und die meisten technischen Kunststoffe (ABS, ASA, PA6) reicht die passive Beheizung über das Druckbett. Die aktive Kammerheizung bis 80 °C ist erforderlich für Hochleistungsmaterialien wie PPS CF und PEKK, um Verzug und Delamination zu verhindern. → Offener vs. geschlossener Bauraum im Detail


Kundendienst & Wartung

Wie schnell reagiert der Kundendienst?

In der Regel innerhalb von 24 Stunden. Bei Mietgeräten mit SLA sind die Reaktionszeiten vertraglich garantiert — beim Premium-SLA inklusive Ersatzgerät bei Reparatur über 24 Stunden.

Wie hoch sind die Verschleißkosten?

Erfahrungsgemäß ca. 5–10 % vom Anschaffungswert pro Jahr, abhängig von der Nutzungsintensität. Im erweiterten und Premium-SLA sind Verschleißteile (Düsen, Druckoberflächen, Haftvermittler) für die übliche Nutzung pro Monat enthalten — sie bleiben Eigentum der Meltingplot GmbH. Bei überwiegend abrasiven Materialien (z. B. mit Kohlefaser, Glasfaser oder Matte PLA) kann der Verschleiß deutlich höher ausfallen und zusätzliche Kosten verursachen.

Wie funktioniert die Wartung?

Wartung erfolgt entweder vor Ort durch unser Serviceteam oder per Spedition an unserem Standort in Kiel. Die Wartungsintervalle richten sich nach Laufleistung oder Zeit. Bei Mietgeräten ist die Wartung im Mietpreis enthalten.

Kann ich den Drucker über ein Netzwerk steuern?

Ja. Der CHX 350 wird über Ethernet angebunden und über eine browserbasierte Bedienoberfläche gesteuert — von jedem Gerät im Netzwerk. Für Flottenverwaltung (mehrere Drucker zentral überwachen und steuern) nutzen wir SimplyPrint als Kooperationspartner.


Verfahrensvergleich

Wann ist FFF 3D Druck wirtschaftlicher als Spritzguss?

Bei Stückzahlen bis ca. 500–5.000 Stück lohnt sich der Spritzguss-Werkzeugbau oft noch nicht — hier fertigt FFF 3D Druck direkt aus CAD-Daten ohne Werkzeugkosten (5.000–50.000 € pro Form). Der genaue Break-even hängt von Bauteilgröße, Material und Geometriekomplexität ab. Bei hohen Stückzahlen und einfachen Geometrien bleibt Spritzguss wirtschaftlicher. → Spritzguss vs 3D Druck vs CNC Fräsen

Wann ist CNC-Fräsen besser geeignet als FFF?

CNC-Fräsen erreicht Toleranzen ab ±0,01 mm und Oberflächengüten ab Ra 0,4 µm — Werte, die im FFF-Verfahren nicht direkt erreichbar sind. Für Bauteile mit engen Passungen, spiegelnden Sichtflächen oder metallischen Funktionsflächen bleibt CNC die erste Wahl. FFF und CNC lassen sich kombinieren: Rohteil drucken, Funktionsflächen fräsen. → Toleranzen im FFF 3D Druck

FFF, SLS oder MJF — welches Verfahren für welche Anwendung?

SLS und MJF sind Pulverbett-Verfahren mit anderen Eigenschaftsprofilen als FFF. Für dünnwandige, filigrane Bauteile mit Innenstrukturen sind SLS/MJF oft überlegen — für große, tragende Funktionsteile mit Hochleistungsmaterialien wie PA6 CF HT ist FFF meist wirtschaftlicher. SLS und MJF erfordern teurere Maschinen und sind schwerer in-house zu betreiben. → Verfahrensvergleich


Anwendung & Typische Probleme

Mein Bauraum ist zu klein — muss ich 3D Druck Teile kleben?

Mit dem CHX 350 (880 × 422 × 943 mm Bauraum) entfällt in den meisten Fällen das Aufteilen und Kleben von großen Bauteilen. Was auf Desktop-Druckern in mehrere Teilstücke zerlegt und anschließend verklebt oder verschraubt werden muss, drucken Sie auf unseren Großformat 3D Druckern in einem Stück — mit höherer Festigkeit und ohne sichtbare Klebenähte.

Wie hitzebeständig sind 3D gedruckte Teile?

Das hängt vom Material ab. PLA verformt sich ab ca. 55°C, PETG ab 75°C. Für hitzebeständige Anwendungen setzen wir auf PA6 CF HT mit einer Wärmeformbeständigkeit von 200°C (HDT A, nach Annealing) oder PPS CF bis über 260°C. Diese Materialien erfordern einen Drucker mit beheiztem Bauraum und 400°C-Druckkopf — genau dafür ist der CHX 350 ausgelegt. → Hitzebeständige Kunststoffteile 3D drucken

ABS Warping und Verzug — wie vermeiden?

Verzug und Delamination bei ABS, ASA oder PA6 entstehen durch ungleichmäßige Abkühlung. Die häufigsten Ursachen: offener Bauraum, Zugluft in der Halle oder ein zu kaltes Druckbett. Der CHX 350 löst das durch seinen geschlossenen Bauraum — passiv beheizt über das Druckbett, optional erweiterbar mit aktiver Kammerheizung bis 80°C. Damit drucken Sie auch große ABS-Teile ohne Warping. → Warum der Bauraum entscheidet

Ist 3D Druck eine Alternative zu Spritzguss bei Kleinserien?

Ja, für Kleinserien und mittlere Stückzahlen ist additive Fertigung oft wirtschaftlicher als Spritzguss. Der Hauptvorteil: keine Werkzeugkosten. Ein Spritzgusswerkzeug kostet schnell 5.000–50.000 € und lohnt sich erst ab hohen Stückzahlen. Mit dem CHX 350 fertigen Sie Bauteile direkt aus CAD-Daten — Änderungen am Design kosten nichts, die erste Serie kann sofort starten. → Spritzguss vs 3D Druck vs CNC im Vergleich

3D Druck outsourcen oder in-house fertigen?

Beide Wege haben Berechtigung. Outsourcing lohnt sich bei Einzelteilen oder wenn Sie kein Know-how aufbauen wollen. In-house-Fertigung ist sinnvoll, wenn Sie regelmäßig drucken, kurze Durchlaufzeiten brauchen oder vertrauliche Geometrien nicht an Dritte geben möchten. Mit unserem Mietmodell (ab 1.190 €/Monat) können Sie in-house 3D Druck testen, ohne eine große Investition zu riskieren. → Additive Fertigung im Mittelstand

Kann ich 3D Druck Oberflächen glätten, schleifen oder lackieren?

Ja. FFF-gedruckte Teile können geschliffen, gespachtelt und lackiert werden — Standard-Nachbearbeitung wie bei anderen Fertigungsverfahren. ABS lässt sich zusätzlich mit Aceton-Dampf glätten. Bei größeren Bauteilen aus dem CHX 350 reduziert sich der Nachbearbeitungsaufwand, weil das Teil in einem Stück gefertigt wird und keine Klebenähte ausgeglichen werden müssen.

Kann ich 3D gedruckte Formen als Werkzeug nutzen — z.B. Gussformen oder Laminierformen?

Ja. Mit Hochleistungsmaterialien wie PA6 CF HT drucken Sie direkt Formen für den Werkzeugbau: Laminierformen, Gussformen (bis 200°C), Tiefziehformen oder Formen zum Versiegeln und Beschichten. Die Kombination aus Kohlefaser-Verstärkung und hoher Temperaturbeständigkeit macht 3D gedruckte Formen zu einer schnellen und günstigen Alternative zum CNC-gefrästen Werkzeug. → Werkzeugkosten senken mit 3D Druck

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Schreiben Sie uns — wir antworten in der Regel innerhalb von 48 Stunden.